Willkommen bei Ullrich & Partner!

„Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen, wir hören nicht, dass wir nicht hören, wir wissen nicht, dass wir nicht wissen.“ Laotse

Rund 40 % aller neubesetzten Managementposten stellen sich innerhalb von 18 Monaten als Fehlbesetzung heraus. Was verursacht solch eklatantes und kostspieliges Versagen?

In der Trainingspraxis gibt es zahlreiche Versuche, Fähigkeiten zu vermitteln, neue Fähigkeiten erlernbar zu machen und gegebene Kompetenzen zu vertiefen. Dies schließt unternehmerische Fähigkeiten in einem weiten Bereich ein.

Alle Weltreligionen und spirituellen Lehren gehen von der Möglichkeit einer bewussten Entfaltung des im Menschen angelegten Wachstumspotentials aus. Zahlreiche Erziehungsexperimente (etwa im Rahmen der Anthroposophie Rudolf Steiners) stützen diese Vermutungen.

Michael Murphy hat vielfältige Möglichkeiten für die „Entfaltung des menschlichen Potentials im 21. Jahrhundert“ aufgezeigt.

Managerschulen, die vieles lehren, was auch Unternehmern zu lernen vorgegeben wird, zeichnen sich nicht durch eine bemerkenswerte Kreativität aus.

Der Schlüssel zu unternehmerischem Lernen ist das bewusste Wahrnehmen von eigener und fremder Inkompetenz. Lernen ist eingebettet in Beobachtung einschließlich des Selbst.

Wer ständig spricht, hört nicht, dass er nicht hört.

Wer optimiert, merkt nicht, dass er nicht innoviert.

Für den Optimierer ist Innovation ein blinder Fleck, wie Zuhören für den Dauersprecher. Er kann dann auch nicht wahrnehmen, dass er nicht hören oder nicht innovieren kann.

Innovatives unternehmerisches Handeln erfordert einen „großen Überschuss von Kraft über das Erfordernis des Alltags“ hinaus, die temporäre Überwindung des unbewusst „gewöhnlichen Fühlens und Denkens.“

„Erkenne dich selbst“, lehrte Thales von Milet.

Man erkennt im immerwährenden Wissen des eigenen, niemals vollendeten Könnens, dass für das Ausüben einer Kunst kein Ende existiert.

„So lebt der Meister sein Leben, sich seiner Unvollkommenheit bewusst, niemals mit seinen Fähigkeiten zufrieden, selbst an seinem allerletzten Tag nicht, weder eingebildet noch herablassend.“  Yamamoto Tsunetomo

Wenn einer weiß, was mit ihm nicht stimmt, und sich entsprechend verhält, lebt er höchstwahrscheinlich viel länger als derjenige, der sich für kerngesund hält und seine Schwächen nicht wahrhaben will. In diesem Sinne kann uns also selbst eine gewisse Schwäche einen großen Gefallen erweisen, wenn wir uns nur eingestehen, daß sie da ist.

Haben wir einmal unsere Grenzen erkannt und akzeptiert, können wir mit ihnen umgehen, statt gegen sie anzugehen und über sie zu stolpern...Und dann werden Sie erkennen, daß Ihre Grenzen vielfach Ihre Stärken sind.

Die Kraft des Unbewussten als Hemmnis der Innovation beschreibt Schumpeter eindringlich:

Immer wieder lenkt der Gedanke in die gewohnte Bahn ein, auch wenn sie unzweckmäßig geworden ist.... Das Wesen und die lebensfördernde kraftsparende Funktion der festen Denkgewohnheiten beruht ja eben darauf, dass sie unterbewusst geworden ist, ihre Resultate automatisch liefert und gefeit ist gegen Kritik und selbst den Widerspruch einzelner Tatsachen. Das tut sie und das ist sie aber auch dann, wenn ihre Stunde geschlagen hat, und da wird sie zum Hemmschuh.

In der eigenen Brust dessen, der Neues tun will, erheben sich die Elemente der gewohnten Bahn und legen Zeugenschaft ab gegen den werdenden Plan.

Copyright by Doreen Ullrich | Login
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail