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Lerntheorien

Am Ende eines Lernprozesses steht ein Lernergebnis. Ein Lernprozess kann entweder selbst- oder fremdgesteuert sein. Dies wird durch die Lerntheorien nach Baumgartner zum Ausdruck gebracht. (Kuhlmann & Sauter, 2008, S. 43 ff.) Die Ansätze des Behaviorismus, des Kognitivismus und des Konstruktivismus stehen bei der Erklärung von Lernprozessen im Bereich E-Learning im Vordergrund. Die globale Entwicklung prägt die sogenannte Wissensgesellschaft dahingehend, dass ein Mensch  neben dem Erfahrungswissen, den regelmäßigen Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen, sich Wissen über Netzwerke, Datenbanken etc. besorgen muss, um die tätlichen Aufgaben in der beruflichen Praxis erfüllen zu können. George Siemens nennt das „learning as network-creation“. Für die Gestaltung eines methodisch-didaktischen Konzeptes bietet diesbezüglich der Ansatz des Konnektivismus gute Möglichkeiten. (Siemens, 2004; Siemens, 2006; S. 29 ff. in: Erpenbeck, 2007, S. 152)

Prozessteuerung

Lerntheorien

Didaktischer Ansatz

Rolle der Lehrenden

Fremdgesteuerte Lernprozesse

Behaviorismus

„Black Box“

Reiz-Reaktions-Modell

Lehrer

Initiierung von Verhalten

Kognitivismus

Lernen durch

Einsicht und Denken

Tutor

Zielgerichtete Handlungen

Selbstgesteuerte Lernprozesse

Konstruktivismus

Lernen durch persönliche Erfahrungen

Coach

Individuelle Problemlösungen

Konnektivismus

Lernen durch Erfahrungen in Netzwerken

Trainer

Problemlösungen in und mit Netzwerken

Abbildung 1: Lerntheorien in Anlehnung an Baumgartner/Kalz 2004, S. 14 (Erpenbeck, 2007, S. 152)

Konnektionismus und (künstliche) neuronale Netze

„Konnektionistische Modelle bestehen aus vielen einfachen Einheiten, die miteinander vernetzt sind. […] Häufig werden die Begriffe Konnektionismus und (künstliche) neuronale Netze auch gleichgesetzt.“ (Rey, 2009, S. 34)

Der Ansatz des Konnektivismus „berücksichtigt die wachsende Tendenz der Lerner zu informellem, vernetztem und elektronisch gestütztem Lernen“. (Erpenbeck, 2007, S. 159)

Entgegen einer verbreiteten Meinung, wird die Zugehörigkeit zur Net Generation unabhängig vom Alter laut Erpenbeck (2007) vor allem durch das Ausmaß an digitaler Mediennutzung bestimmt. Er ist der Meinung, dass die Zugehörigkeit zur >Net Generation< von folgenden Faktoren abhängt:

  • „Dokumente werden, wenn möglich, am PC erfasst,
  • Telefonnummern, Termine oder Aufgaben werden nur noch digital verwaltet,
  • in Besprechungen werden Notebooks bzw. PDA genutzt,
  • man ist immer online, per Internet oder Mobiltelefon erreichbar,
  • verschiedene Aktivitäten finden parallel statt.“ (Erpenbeck, 2007, S. 159 f.)

Auswirkungen auf die Lern- und Lehrkultur

Diese Gegebenheiten haben Auswirkungen auf die Lehr- und Lernkultur. Denn, das Lernen der sogenannten Net Generation bringt auch Gefahren mit sich. Parallel ablaufende Lernprozesse (Multitasking), immer online sein, der laufende Austausch innerhalb Netzwerk-Communities , der sprunghafte Wechsel von Thema zu Thema um das Wesentliche zu finden und das vermeintlich Unwesentliche zu ignorieren, kann auch dazu führen „das Ziel aus den Augen zu verlieren“.

Jugendliche die der Net Generation angehören, bedürfen deren Anforderungen angepasste Gestaltungen der Lernarrangements. Siemens meint, dass Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus diesen Veränderungen nicht mehr gerecht werden. (Erpenbeck, 2007, S. 161)

Grundsätze für die Konzeption von Lernarrangements aufbauend auf dem Ansatz des Konnektivismus: (Erpenbeck, 2007, S. 161 f.)

  • LernerInnen gestalten den Lernprozess eigenständig.
  • LernerInnen bringen ihr persönliches Wissen in ein Netzwerk ein. Das gemeinsame Wissen im Netzwerk steht nun allen UserInnen als Lernquelle zur Verfügung.
  • Der Aufbau von Netzwerken führt bei Problemlösungen rascher ans Ziel.
  • Im Netz wird nicht nur Wissen zur Verfügung gestellt, auch Emotionen, Denkhaltungen, Werte und Normen werden mit-transportiert.
  • „Lernen erfolgt in differenzierten Lernarrangements aus formellem und informellem Lernen in Verbindung mit verschiedenen Lernformen, Sozialformen, Medien und vielfältigen Kommunikations- und Dokumentationsmöglichkeiten (Blended Learning mit Social Software).“
  • Effektives Lernen besteht in der Auswahl der für das Ziel bedeutenden Inhalte, in der Verknüpfung von Teilkompetenzen und Ideen sowie in der Dokumentation und strukturierten Wiedergabe des Lernergebnisses.

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