Veränderung: So transformierst du dich selbst

In diesem Beitrag geht es darum wie Veränderungen in uns ablaufen. Das hilft dir zu verstehen, was wir im Zuge von Veränderungen durchmachen. Es ermöglicht dir, dich besser auf Wandlungsphasen in deinem Leben vorzubereiten.

Damit wirst du zum schlauen Fuchs und kannst zB. für Unterstützung, wie Mentoring, Coaching sorgen oder auch in deinem Umfeld entsprechende Ressourcen bereitstellen.

Veränderung = Entscheidung

Jede Veränderung ist gespickt mit Entscheidungen, die du treffen musst. 

Und an diesem Punkt zeigt sich deine innere Veränderungskompetenz – also die Bereitschaft deines Unterbewusstseins, deinen Veränderungsprozess zu unterstützen.

Beispiel Jobwechsel: Dafür musst du viele Entscheidungen treffen: Was will ich werden, warum und wann will ich durchstarten, usw. Bis du aber am Ziel bist, hast du unzählige Entscheidungen getroffen. Und sie bestimmen letztlich, ob du „im Spiel bleibst“ oder eben aufgibst, bevor du dort bist.

An der Stelle, wo du aufgibst, z.B. in dem Berufsfeld, dass du ursprünglich für dich gewählt hattest, warst du nicht veränderungskompetent genug. Das heißt, dein Unterbewusstsein und deine Emotionen haben dich nicht ausreichend unterstützt.

Veränderung braucht Emotionen

Wesentlich ist: Ohne Emotion keine Entscheidung. Und ohne aktive Entscheidung vielleicht eine Veränderung in die falsche Richtung.

Es kommt also darauf an, deine Gefühle, das Unbewusste mit ins Boot zu nehmen. Nur so wird es deinen Wunsch nach Veränderung mittragen oder eben nicht.

Wie Veränderungen in uns ablaufen

Veränderung Das Gehirn als Suchmaschine Doreen Ullrich Blog
Das Gehirn eine geniale Suchmaschine

Du kannst diesen Veränderungsablauf im Gehirn mit einer Suchmaschine vergleichen:

Das WWW ist dein gesamtes Wissen und alle Informationen, die irgendwo in deinem Gehirn abgespeichert sind. Die verschiedenen Websites sind die unterschiedlichen Speicherbereiche im Gehirn, wie zum Beispiel die Amygdala (Gefühlswelt), oder Hippocampus (Lernfähigkeit).

Im Internet gibst du nun einen Suchbefehl ein und deine Suchmaschine -Gehirn beginnt sofort mit dem Suchprozess.

Dein Veränderungsziel ist mit dem Suchbegriff vergleichbar. Sobald du dein Veränderungsziel in Betracht ziehst, beginnt in deinem Gehirn quasi die Suche nach relevanten Informationen dazu.

Aber dein Unbewusstes ruft die Daten nicht nur auf, sondern – und das ist ausschlaggebend für unseren Erfolg – es stellt eine Relation auf: Wie viele Suchergebnisse unterstützen die Strategie, wie viele sprechen dagegen? Je mehr unterstützende Treffer dein Gehirn findet, desto größer ist deine Veränderungskompetenz.

Unser Gehirn und Veränderungen – Gründe warum wir scheitern

In diesem Zusammenhang spielt die Gehirnregion des Hippocampus eine überaus wichtige Rolle. Er bestimmt, welche Sinneseindrücke dauerhaft gespeichert werden und welche nur kurzzeitig in unserem Gehirn sind.

Unsere Sinne überschütten uns in jeder Sekunde mit einer unüberschaubaren Flut an Eindrücken.

Ohne die Selektion dieser Eindrücke würden wir verrückt werden. Welch ein Dilemma.

Du kannst dir das so vorstellen: Der Hippocampus sitzt vor dem PC, auf dem die von deinen Sinnesorganen gesendeten Daten erscheinen.

Er hat zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Delete und Speichern. Leider kennen wir die Regeln nicht, nach denen der Hippocampus auswählt. Somit kennen wir auch den Inhalt unseres Unbewussten letztlich nicht genau, auch nicht die abgespeicherten Daten über Erfahrungen mit anderen Change-Prozessen oder Gerüchte, Befürchtungen, Unsicherheiten, und die Selbsteinschätzung.

In diesen versteckten Inhalten liegen die Gründe, warum wir immer wieder scheitern, ohne uns erklären zu können, warum eigentlich.

Veränderung umsetzen

Also geht es darum, möglichst viele solcher positiver Informationen ins Gehirn zu bringen. Anstatt aufzugeben und dir zu sagen: Wenn ich die Veränderung nicht schaffe, will ich sie in Wahrheit vielleicht gar nicht wirklich, machst du es dir leicht.
Diese Schlussfolgerung ist in jedem Falle zu einfach und nicht der Moment um aufzugeben, sondern eventuell nach hinderlichen Inhalten im Unbewussten zu suchen.

Das heißt: Es geht darum deine innere Veränderungskompetenz zu aktivieren. Also die Intensität der Unterstützung zu analysieren, die Hindernisse zu realisieren und deine Potenzialausnutzung zu maximieren. Dann hast du die Chance, die Veränderung wirklich umzusetzen. Oder aber definitiv darum herauszufinden, dass diese Veränderung tatsächlich nicht deinen wahren Bedürfnissen entspricht, sondern du eigentlich einen anderen Weg gehen willst.

Innere Veränderungskompetenz entwickeln

Die Entwicklung deiner inneren Veränderungskompetenz ist der ultimative Joker zum erfolgreichen bewältigen von Transformationsprozessen.

Was ist Veränderungskompetenz

Unter innerer Veränderungskompetenz kannst du dir die Intensität, also die Begeisterung, die Motivation, die Freude, die Ausdauer, mit der du den Veränderungsprozess durchziehst, vorstellen.

In der Regel nimmst du nur die gute oder schlechte Unterstützung des Unbewussten in seinen Auswirkungen wahr:

Das heißt, wenn du immer wieder ins alte Fahrwasser gerätst. Wenn sich dir überall Hindernisse in den Weg stellen, liegt der Grund deines Scheiterns sehr wahrscheinlich in der mangelnden Unterstützung durch dein Unbewusstsein.

Das kennst du sicher auch:

Wer sich vornimmt, regelmäßig Sport zu machen, wird oft von seinem inneren Schweinehund eingeholt.

Es gibt meterweise Literatur zu dem Thema.

Nehmen wir also ein Beispiel: Ich will zweimal die Woche joggen gehen.

Aber schon nach 14 Tagen packe ich es nicht mehr.

Aber wie motiviere ich mein Unbewusstes, mitzuziehen?

Veränderung und das Unterbewusstsein

Zu Beginn habe ich von der Mächtigkeit des Unbewussten gesprochen.

Wenn du die Einstellung des Unbewussten zum Veränderungsziel berücksichtigst, wirst du erfolgreich sein.

Das Veränderungsziel ist eine Ansammlung von Daten auf mentaler und emotionaler Ebene.

Stell dir mal folgendes Bild vor. Du hast ein Blatt Papier. Das ist vollgeschrieben mit förderlichen und nicht förderlichen Gedanken zB. mit Emotionen, Glaubenssätzen und deinem Wissen.

Wenn du nun rein mit deinem Bewusstsein auf das Blatt guckst, dann siehst du die Inhalte auf dem Blatt, als würdest du durch eine Röhre auf das Blatt schauen. Du siehst nur einen kleinen Ausschnitt.

So kann es dann sein, dass in diesem Ausschnitt nur positive Aussagen geschrieben stehen, die das Ziel attraktiv machen.

Mit dem Unbewussten hingegen betrachtest du mit vollen Fokus das ganze Papier und nimmst auch Dinge wahr, die das Ziel unattraktiv machen.

Veränderung Hol dein Unterbewusstsein mit ins Boot Doreen Ullrich Blog
Veränderung – Hol dein Unterbewusstsein mit ins Bild (Image: Dieter Deller)

Es geht also darum, zu analysieren, ob dein Unbewusstes mit seinem weiten Blickfeld ebenfalls deinen Veränderungsprozess unterstützt.

Der Prozess der Veränderung

In meiner psychologischen Praxis verwende ich einen Prozess, der aus drei Phasen besteht: analysieren, realisieren, maximieren.

Doreen

Zunächst muss ich analysieren, wie bereit das Unbewusste ist, dich bei der Erreichung deines Veränderungswunsches zu unterstützen. Da geht es zum Beispiel um die Bedenken und Ängste, die das Ziel unbewusst hervorrufen könnte. Oder um die Qualität der Vision. Es geht darum, den Konflikt zwischen bewussten und unbewussten Willen, mit der du deine Veränderung erreichen willst, sichtbar zu machen.

Zusätzlich gilt es zu erkennen, wo noch Unterstützungspotenzial in dir schlummert.

In der Realisierungsphase spüren wir den Ursachen der mangelnden Unterstützung nach.

Dies gibt dir wichtige Hinweise darauf, ob das Unbewusste mitspielt oder nicht und wie hoch deine innere Veränderungskompetenz wirklich ist.

Ursachen für eine mangelnde Unterstützung können zum Beispiel sein:

„Habe ich etwa mal einen Artikel darüber gelesen, dass Joggen für Frauen gar nicht so gesund sein soll?“

Halte ich diese Behauptungen zwar bewusst für Unsinn, aber haben sie sich dennoch in meinem Unbewussten festgesetzt?

Oder glaube ich in der Tiefe meines Herzens, dass ich es gar nicht wert bin, mich zu verändern?

In einer Studie zum Thema Veränderungskompetenz und Erfolg stellte sich heraus, dass viele Befragte unbewusst das Gefühl hatten Erfolg überhaupt nicht verdient zu haben.

Finden wir heraus, woran das liegt, haben wir einen guten Ansatz für mehr Veränderungskompetenz.

Im Beispiel Joggen: Vielleicht habe ich ja bei der Analyse herausgefunden, dass ich eigentlich gar nicht joggen mag und lieber walken würde.

Oder ich bin darauf gestoßen, dass meine Eltern mir immer gesagt haben: „Sport ist Mord“. Und dies ist nun im Gehirn eingebrannt? Da kann ich ansetzen.

Suggestion und Veränderung

Der nächste und dritte Schritt des Konzepts ist die Maximierung.
Hierbei verwenden wir Suggestionen.

Das sind Sätze, die du dir sehr oft vorsagen musst. Sie beinhalten eine förderliche Aussage zu dem Aspekt, der dich eventuell daran hindert, den Veränderungswunsch umzusetzen.

Wenn der hinderliche Satz zum Beispiel besagt, du musstest immer hinter deinen Geschwistern zurückstehen, besagt der Satz zur Maximierung:

„Ich habe es verdient und ich bin es wert, Erfolg zu haben.“

Positive Suggestion

Diesen Satz sagst du dir dann sehr oft vor. Dadurch bahnen sich neue Wege zwischen den Neuronen in deinem Gehirn. Die alten, nicht genutzten Verbindungen verdorren, die neuen werden breiter. Und als Resultat verbindet dein Gehirn nach kurzer Zeit das Thema Joggen automatisch mit den positiven Assoziationen.

Nicht mehr „Sport ist Mord“, sondern „Sport ist eine Freude, jogg los!“

Der Erfolg einer Veränderung hängt entscheidend von der Intensität der Unterstützung durch das Unbewusste ab.

Laotse hat gesagt:

Jede Reise, und sei sie noch so groß, beginnt mit dem ersten Schritt.

Laotse

Jede Veränderung, die erfolgreich umgesetzt werden soll, beginnt mit der Aktivierung der inneren Veränderungskompetenz.

Passender Beitrag: 8 Schritte für erfolgreiche Veränderungen in Unternehmen

Veränderung und Lernen auf 4 Ebenen

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Das Problem identifizieren und die eigene Reaktion wahrnehmen.

1 Handeln auf reaktiver Ebene

Eine typische Reaktion in Krisenzeiten, also bei Problemen, ist das „geistige herunterladen“ von vergangenen, bewährten Mustern.

Das passiert auch unbewusst, wenn uns deutlich wird, dass eine Veränderung notwendig ist. Die Herausforderung bzw. das Problem selbst produziert quasi eine oft „bewährte“ Reaktion.

Dieses reaktive Handeln kann sinnvoll sein, beispielsweise in Notsituationen, in denen ein schnelles Handeln (Flucht) wichtig ist. Diese Reaktion basiert auf Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Die Veränderung von inneren erkennen und alle Strukturen und Prozesse im In-und Umfeld müssen wir aber mit berücksichtigen.

Ein rein reaktives Handeln ist nicht nachhaltig, weil die Ursachen oder tiefer liegenden Ebenen der Herausforderung außer Acht gelassen werden. Die Handlung selbst ist nur eine Reaktion auf eine äußerliche Veränderung.

2 Handeln auf der zweiten Ebene – die Veränderung von Innen erkennen (Innere Wahrnehmung)

Dies geht über rein reaktives Handeln hinaus und schließt die Veränderung von zugrunde liegenden Strukturen und Prozessen mit ein.

Dies können beispielsweise übliche Arbeitsabläufe, Routinen oder Kommunikationsprozesse sein. Die Veränderung von Strukturen und Prozessen verändert dann zukünftige Abläufe, die dann ja auf diesen neuen Prozessen basieren.

Veränderung im Denken bewirken

Strukturen und Prozesse zu verändern (wie in Ebene 2) ist sinnvoll, jedoch erlaubt es dir noch nicht, mit neuen, zukünftigen Herausforderungen umzugehen.

Üblicherweise passt du ja deine Handlungen dem vorherigem Denken an. Damit bewegst du dich auf Ebene zwei bei der inneren Wahrnehmung

Aber denkst du dann auch wirklich über deine Annahmen und Grundperspektiven nach, die deinem Handeln zugrunde liegen?

Ebene 3 Bewusst werden der Handlungen

Dieses Lernen, das eine Reflexion von zugrunde liegenden Annahmen einschließt, bildet die dritte Ebene der Lernprozesse.

Damit wirst du dir der Annahmen bewusst, auf denen dein Handeln basiert.

Annahmen können beispielsweise die Gründe sein, die zur Entstehung von Konflikten, oder der Art der Kommunikation geführt haben.

Ebene drei meint also das du die Annahmen, auf denen dein Handeln beruht, anschauen und sie gegebenenfalls ändern oder an eine geänderte Situation anpassen solltest.

4 Lernen aus der Zukunft

Erstklassige Wissenschaftler sind nicht Intelligenter als „gute Wissenschaftler“, aber sie haben diese besondere Fähigkeit, und das macht den ganzen Unterschied aus.

Diese Fähigkeit beschreibt man als Lernen von einer im Entstehen begriffenen Zukunft.

Offensichtlich ist es nicht für jedes Problem nötig, diese vierte Ebene des Lernens mit einzubeziehen.

Entscheidend ist jedoch, dass Unternehmer bzw. du diese Fähigkeit entwickeln kannst.

Je nach Situation und Komplexität des Problems solltest du auch auf diese vierte Ebene des Lernens zugreifen.

Der Umgang mit Herausforderungen, die nicht auf den Ebenen zwei und drei, also nicht durch reine Reflexion der Vergangenheit beantwortet werden können, ist der Kern der Fähigkeit, von einer im Entstehen begriffenen Zukunft aus zu lernen.

Presencing bezeichnet die Fähigkeit einzelner Menschen oder Gemeinschaften, sich direkt mit ihrer höchsten, zukünftigen Möglichkeit zu verbinden und von dort aus unmittelbar zu handeln.

Doreen

Von einer zukünftigen Möglichkeit heraus zu handeln heißt, von einer authentischen Präsenz des Augenblicks her zu handeln – aus dem Jetzt – so wie du das gerade tust.

Viel Freude bei der Umsetzung deiner Veränderung und alles Liebe

Deine Doreen

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