3 Möglichkeiten die Zeit anzuhalten, und loszulassen

3 Möglichkeiten die Zeit anzuhalten und Loszulassen

Loslassen und Akzeptanz bringen dich in die Lage, völlig Neues auszuprobieren. Wenn wenn du etwas Neues machen willst, darfst du keine Angst vor Verlust haben.

„Es ist ein Gesetz im Leben. Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich dafür eine andere. Tatsache ist oft, das wir dem Verlust nachtrauern, darum bemerken wir die eben geöffnete Tür nicht.“

Andre Gide

Jede Entscheidung für etwas, ist zugleich eine Entscheidung gegen etwas. Also mit Verzicht und Verlust verbunden. Und davor haben wir Angst. Wir fürchten die Kosten (nicht nur finanziell) und konzentrieren uns nicht auf das, was wir gewinnen.  

Unsere Abneigung gegenüber Verlust

Unsere Abneigung gegen Verlust ist ein starkes Gefühl und führt dazu, dass wir falsche Entscheidungen treffen. Das ist der Grund, warum wir versuchen, uns so viele Optionen wie möglich offen zu halten. Auf der Suche nach dem größtmöglichem „Gewinn“ wollen wir auf nichts verzichten, und setzen uns dadurch massiv unter Druck.

Schlechte Freundschaften werden nicht beendet, weil wir nicht wissen, wofür wir sie noch brauchen können.

Wir pendeln zwischen zwei Partnern hin und her, weil der eine Sicherheit und der andere Abenteuer verspricht.

Oder wir nehmen zu viele berufliche Projekte an, weil, sicher ist sicher. Das heißt, wir sind nicht in der Lage loszulassen. Und weil wir so intensiv damit mit beschäftigt sind, diese ganzen Türen offenzuhalten, überprüfen wir gar nicht mehr, welche von denen für unsere Lebensziele wirklich wichtig sind.

Loslassen ermöglicht Ungewissheit zu ertragen

Wenn du fähig bist loszulassen, wirst jede Ungewissheit leichter „ertragen.“

  • Loslassen trägt dich ins Abenteuer Leben. Es gibt dir die Freiheit völlig Neues entstehen zu lassen.
  • Loslassen ermöglicht dir die Freiheit, der zu sein, der du bist.
  • Loslassen ermöglicht dir auch andere so sein zu lassen, wie sie sind.
  • Loslassen ist eine Fähigkeit, die du beherrschen solltest und zwar zum Vorteil für dein gesamtes Leben.

Loslassen heißt akzeptieren

Menschen und Umstände und Dinge sind, wie sie sind. Du kannst diese Umstände im Außen oft nicht verändern und du brauchst es  auch nicht versuchen, denn es raubt dir Energie und damit Lebenskraft. Aber du kannst eines. Du kannst dich jederzeit sich selbst verändern.  Ja ganz richtig, es ist eine Tatsache, dass jede Veränderung immer mit Risiken, Kosten und Zeitaufwänden verbunden ist. Aus diesen Gründen schrecken viele Menschen vor großen Veränderungen, z.B. in der Partnerschaft, im Beruf, oder beim Wohnortwechsel zurück.

Die meisten sehen dies, wie einen Sprung von einer hohen Felsklippe. Sie wissen nicht ob das Wasser tief genug ist, um ihr Überleben zu sichern. Und, sie springen selbst dann nicht, wenn vor ihnen schon viele andere gesprungen sind, die versichert haben, was für ein erhebendes Gefühl dieser Sprung war.  Welches Gefühl von Freiheit und Mut sie während des freien Fluges verspürten. Nein, sie springen nicht. Sie halten fest. Sie klammern. ABER, wer klammert- hat Angst. Wer Angst hat, hat kein Vertrauen. Er hat weder vertrauen in sich selbst, noch vertrauen in andere und schon gar nicht ins Leben. Das heißt er kann nicht loslassen.

Und wer will gerne mit einem „Angsthasen“ zusammen sein?

Und Tatsache ist, dass zumeist beide Partner Angst haben. Wenn beide Angst haben, wie sollen sie sich dann aufeinander verlassen können? Wer kann dem anderen vertrauen, wenn sie sich beide selbst nicht vertrauen? Wer kann den anderen helfen, wenn sie sich selbst nicht helfen können?  Aus diesen Gründen ist es wichtig, zu lernen, wie wichtig Loslassen ist. Deshalb lerne zu handeln, denn nur du selbst kannst deine Einstellung zu  Angst und Vertrauen verändern, anstatt sich mit dem „Unglück“ abzufinden.

Was kannst du LOS-lassen?

  • Alles was dich selbst daran hindert, selbst „ungeliebtes“ WIEDER NEU und UNSCHULDIG zu erleben
  • Deine Vergangenheit – wenn sie dich daran hindert, anderen Menschen und sich selbst völlig NEU zu begegnen
  • Wenn vorhanden, deine Tendenz „IMMER JA“ zu sagen.
  • Die Kontrolle des Augenblicks
  • Die Kontrolle anderer Menschen
  • Negative Emotionen wie Neid
  • Druck (Zeitdruck) auch in Bezug auf deinen eigenen Wachstum
  • Alte Denkmuster und verkorkste Glaubenssätze deiner Vorfahren, die für dich keine Gültigkeit mehr haben
  • Altes Gewand, das du seit Jahren nicht mehr getragen hast
  • Dinge, die du in den Keller oder auf den Dachboden geschafft hast, in der Hoffnung, dass du sie „irgendwann“ wieder brauchst (Irgendwann ist in der Regel – NIE)

Und nun folgt die Antwort auf die allumfassende Frage.

Wie kannst du loslassen, stimmts?

Aus meiner persönlichen Erfahrung ist die beste Möglichkeit loszulassen: Deine BEWUSSTE ABSICHT ES ZU TUN!

Hier ein paar Tipps, wie du bewusst loslassen kannst

Stellen Sie sich in meditativer Haltung (entspannt liegend, sitzend) hierfür folgende Fragen in Bezug auf Ihr Thema, das Sie belastet:

  • Könnte ich dieses Gefühl loslassen?
  • Könnte ich mir die Erlaubnis geben, dieses Gefühl ganz zuzulassen? Wie geht es mir dabei?
  • Könnte ich mir die Erlaubnis geben, dieses Gefühl ganz einzutauschen? Wie gehe ich vor?
  • Und wenn die Zeit noch nicht reif zu sein scheint, fragen Sie: Wann bin ich bereit dieses Gefühl loszulassen? Wenn,….

2. An die Zukunft denken

Angst vor Verlust spielt allerdings nicht nur eine Rolle, wenn es darum geht Türen zuzumachen. Diese Angst lässt uns an einmal getroffene Entscheidungen festhalten, egal ob sich dies als unerfreulich oder gar falsch herausstellt.

Lösung: Das Problem von einer anderen Warte betrachten: Wenn Geld z.B. bereits für einen Urlaub ausgegeben wurde, verringerte sich (DATO bereits) der Kontostand um Summe X. Das passierte bevor sie losfuhren! 

Wäre diese Tatsache ein ausreichender Grund dafür, dass Sie an einem Ort ausharren, an dem Sie sich nicht wohlfühlen?

Ist das Geld verschwendet, weil Sie dass, was Sie dafür gekauft haben, nicht in Anspruch nehmen?

Das Geld ist schon bezahlt – es handelt sich um versenkte Kosten. Das Geld ist weg, ob Sie Ski fahren oder nicht. Versenkte Kosten sollten keine Entscheidungen beeinflussen. Diese Kosten gehören der Vergangenheit an, Entscheidungen betreffen die Zukunft!

3. Werte und Ziele festlegen

Seine persönlichen Werte festzulegen kannst du als eine Art Selbst-Inventur verstehen Um seine Berufung zu leben, und sich Selbst zu verwirklichen müssen wir im Einklang mit unseren tiefsten, inneren Werten sein. Wer z.B. wie ich, zu seinen höchsten Werten zählt, das Potential von Menschen soweit es geht zu entfalten, wird Wege suchen und finden, um dies in seinem Leben zu realisieren.

Viele Menschen kennen weder ihre bewussten, noch ihre unbewussten Werte. Das liegt u.a. an unserem Erziehungs- und Bildungssystem. Alles zählt, nur leider nicht dass, was wirklich wichtig ist: über die wesentlichen Fragen des Lebens regelmäßig zu reflektieren.

Unsere Werte und Ziele hängen eng miteinander zusammen. Manchen Menschen fällt es leichter, zuerst seine Ziele zu finden, manchen leichter, mit den Werten zu beginnen. Es gibt die unterschiedlichsten Quellen um Werte zu finden: die Bibel liefert hier sicher gute Vorlagen. Aber auch Filme (zB. Star Wars, Momo usw.) können uns inspirieren.

Je einfacher wir unsere Werte und Ziele formulieren, desto vielfältiger sind die Möglichkeiten, sie zu realisieren.

Frage dich doch mal: Was würdest du an deinem 70igsten Geburtstag zum Weinen bringen? (Die Antwort bringt die Größe und Form der Fußspur ans Licht, die wir hinterlassen möchten.)

Stelle dir dazu folgende Fragen

Was sollen andere über mich sagen, wenn ich nicht dabei bin?

Was schätze ich an der Lebensweise meiner Eltern, und was gefällt mir ganz und gar nicht daran?

Alles Liebe und bis zum nächsten Mal,

Deine Doreen Anette Ullrich

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