Vom Streben nach Glück und Gesundheit

Gesundheit geht uns alle an! Sie ist unser Urbedürfnis. Das Älteste, Wesentlichste, Fundamentalste das es gibt, denn diese Gesundheit hält uns am Leben.

Was für ein schönes Leben hatte ich, ich wünschte nur ich hätte es früher bemerkt.

Colette

Die Säulen des Lebensglücks

Wir alle streben vor allem nach einer großen Sache im Leben. Dem (Lebens)Glück. Jeder definiert dieses Glück auf seine Weise. Doch zuletzt betrifft es eine Art Gefühl der Vollständigkeit oder Unversehrtheit verschiedener Bereiche im Leben. Ich nenne sie die Säulen des Glücks.

Gesundheit und Glück - Die Säulen des Glücks Doreen Anette Ullrich Blog
Die Säulen des Glücks – Liebe & Partnerschaft, Gesundheit und Fitness, Steter Finanzfluss, Spiritualität und Sinn, Beruf und Berufung

Gerät jedoch eine dieser Säulen aus dem Gleichgewicht sind die Folgen-mehr oder minder- in allen anderen Bereichen unseres Lebens spürbar.

Gesundheit und Glück

Weil aber unsere Gesundheit ein ganz wesentlicher Bereich ist, der vor allem durch die aktuelle Situation mit Covid-19 besonders betroffen ist, möchte ich in diesem Beitrag etwas näher darauf eingehen.

Wir alle wollen gesund sein. Dieses Ur-Gesundheitsbedürfnis – das vital, munter, stabil, stark, rüstig, widerstandsfähig, unversehrt, heil und intakt meint – ist tief in uns verankert.

Und wir alle wurde mit jenem Wissen ausgestattet, das nötig ist – Vollkommenheit also Glück zu schaffen. Doch völlig unbewusst verdrängen wir es, trotz unendlicher Informationen aus der Außenwelt, trotz der Erfahrungen vieler Generationen, trotz des inneren Ahnens, Fühlens und Wissens darüber.

Wir leben oft einfach so vor uns hin, gehen dem Alltag nach und vergessen dabei auf unsere Urinstinkte zu achten, darauf, auf unsere Intuition zu vertrauen – die sich uns unentwegt aufdrängt.

Vielleicht bedingt durch unser Zeitalter, durch Stress, und die steigenden Tages- und Terminlasten, – verdrängen wir sie stets aufs Neue.

Gesundheit und Krankheit

Und wenn die „scheinbar tückische Krankheit“, dann völlig plötzlich(?) auftritt, geschieht im Grunde nichts weiter, als das die bisher unbequemen Wahrheiten, die wir über Jahre tief in unseren Körper verdrängt haben ans Tageslicht treten.

Der Gedanke ist nicht neu: Heilung passiert, wenn wir uns für uns selbst öffnen. Wir gehen „in uns“ und „erinnern“ dabei, was wir verdrängten.

Die Schulmedizin und die Ursprünge des Heilens

Unsere Schulmedizin befasst sich mit den Körperfunktionen und deren Beeinflussung durch Medikamente. Keine Frage diese naturwissenschaftliche Sichtweise und die damit verbundene Abwendung  vom Religiösen, hat uns bahnbrechende Fortschritte in der Medizin gebracht. Wir funktionieren schließlich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt länger und  offensichtlich jünger, dies bis ins hohe Alter.

Doch, ob speziell die Abkehr vom Spirituellen ausschließlich von Vorteil war, oder ob dadurch Wesentliches verloren gegangen ist, bleibt zu hinterfragen? Der Ursprung des Heilens ist auf der ganzen Welt in religiösen Systemen zu finden und auch die meisten medizinischen Systeme haben sich aus diesem Kontext entwickelt. Unter anderem die Traditionell Chinesische Medizin deren Wurzeln tausende Jahre zurückreichen.

Gesundheit und Körper, Geist und Seele

In buddhistischen Schriften wird  vorwiegend über die geistigen Ursachen des menschlichen Leidens berichtet. Und über die enge Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele und auch die tiefe Sinnsuche, also unsere Lebensreise auf der wir alle irgendwie sind.

Psychische Probleme und negative Emotionen können dabei den körperlichen Gesundheitszustand beeinflussen. Die spirituelle Dimension spielt somit im Buddhismus eine wesentliche Rolle, da vorhandene Probleme dem Geist entsprungen betrachtet werden. 

Die drei sogenannten „unheilvollen geistigen Zustände“, nämlich:

  • Fehlwissen (in Illusionen verhaftet sein),
  • Gier und
  • Hass veranlassen Menschen seit Lebzeiten zu Handlungen, die den Gesundheitszustand nachhaltig negativ beeinflussen.

Und vergangene „unverheilte Handlungen“ lassen sowohl psychische als auch körperliche Krankheiten wachsen. Sie werden als hierbei „entfernte“ Ursache dieser Krankheiten gesehen.

Der Körper spricht mit uns

Aus meinem langjährigen Praxisalltag als Psychologin und Therapeutin kann ich sagen, dass wir dann oft erkennen, dass vieles anders ist und war, als wir immer dachten. Menschen die Heilung suchen, besuchen eine Therapie nach der anderen, ob sie gesund sind wissen sie danach nicht genau, doch oftmals wesentliches, was in ihrer Kindheit passiert ist.

Ist das ein Indiz dafür, dass „es nichts bringt“, sich zu erinnern? Doch, es gehört dazu. Denn wahre Erinnerung ist eine ganzheitliche Erfahrung. Wissen und Gefühl sind darin eins, eine Symbiose, denn der Körper spricht mit uns auf besondere Weise.

„Gesundheit ist eine ganzheitliche Erfahrung, in deren Mitte wir unsere persönliche Wahrheit finden. Ein gesunder Mensch spürt seinen Körper nicht.“

Doreen Anette Ullrich

Der Körper als Speicher von Informationen

Auf der Suche nach der Wahrheit öffnet sich jede einzelne Zelle in uns, und sie gibt das in ihr gespeicherte Wissen jederzeit frei, wenn es unserem Leben dient.

Im Grunde ist unser Körper nur ein riesiger Speicher von Informationen. Und – wir brauchen diese Informationen, um den wirklichen Ursachen unseres Leidens und unserer Verzweiflung auf den Grund zu kommen.

Die Informationen aus unserem Inneren empfangen wir auf eine sehr einfache und klare Weise, oftmals halten wir sie für „Wirrwarr und chaotisch“, weil sie unserer bisher gedachten Realität ganz schön widersprechen können.

Wir fragen uns dann: „Hab ich das alles nur geträumt? oder In welcher Welt hab ich gelebt?“

Es geht also nicht nur darum, was wir uns denken, sondern darum, was wir fühlen. Es geht darum, dass wir unserem Herz vertrauen.

Erinnerung braucht Mut

Und dieses Fühlen ist nicht mit Worten zu beschreiben, und zumeist geschieht es auch jenseits aller Worte.

Während meiner Arbeit zeigt sich mir täglich, dass Erinnerung Mut zur Veränderung braucht, gleichzeitig ist sie lebensnotwendig, weil sie uns natürlich davor schützt die Hand von der Herdplatte zu nehmen.

Um zu erkennen, weshalb ein Mensch sich auf den verschiedensten Ebenen seines Seins immer wieder selbst zerstört, statt in Freude die Entfaltung seines Lebens zu genießen, muss er sich daran erinnern, wie es dazu kam.

Gesundheit ist nicht mit ein paar Medikamenten oder selbstsuggestiven Formeln, oder positiven Merksätzen abgetan. Wir müssen einfach wissen, was wirklich mit uns los ist, und warum unser Leben nicht so verläuft, dass wir glücklich sind.

Gesundheit folgt einer inneren Logik

Und die Antworten finden wir nicht in „höheren Sphären“, sondern NUR IN UNS SELBST!

Wir brauchen vor allem unsern Körper als Heilmittel, wenn wir gesund oder heil sein wollen. Gesundheit folgt einer inneren Logik, die sich dem erschließt, der seinen Körper als Informationsspeicher nutzt, sich also öffnet. Die energetische Öffnung des Körpers geschieht in meinem Praxisalltag oftmals genauso, wie sie momentan gebraucht wird.

Denn körperliche Öffnung bleibt ohne Sinn, wenn sie nicht mit dem tiefen Wunsch verbunden ist, die Wahrheit „hinter der Krankheit“ zu erfahren. Es ist die Öffnung zum Ganzen, und dabei kehren die bisher abgespaltenen Fragmente unseres Lebens in unsere Bewusstheit zurück.

Wirkliche Erinnerung hat eine Dimension, die sich die meisten Menschen nicht vorstellen können. Jeder, der sich dafür entscheidet, wird riesige Schätze bergen. Der Weg dorthin führt durch Täler der Angst, und es offenbaren sich vielleicht Wahrheiten, die wehtun.

Alles Wissen ist in dir

Wesentlich dabei ist der Zugang zu dem tiefen und großen Wissen, das wir für unser Leben und unser heil sein brauchen. Es ist nicht übertrieben, wenn ich behaupte, dass die meisten Menschen in einer Einschränkung leben. Immer wieder erschreckt und schmerzt mich das.

Diese Einschränkung entspricht ungefähr einem Gefängnis, in dem der Kontakt mit der Außenwelt und allem, was einem lieb und teuer ist – abgeschnitten ist. Im Zustand derartiger „Normalität“, also einem angepassten und selbstvergessenen Funktionieren, befindet sich jede einzelne Zelle unseres Körpers dann tatsächlich in einer Gefängniszelle.

Denn Krankheit ist Begrenzung, ein tiefgreifender Mangel an Lebendigkeit und Schwingung. Dieser Mangel ist die Basis für Erkrankung, genau genommen ist er die Krankheit selbst. Alles, was der Körper an Symptomen ausdrückt, ist lediglich eine Manifestation dieses nicht gelebten Lebens.

Die Botschaft von Krankheit – gehe tiefer

Zelluläre Erinnerung ist deshalb so wichtig, weil wir darin unser wahres Wissen vom Leben wieder finden. Die Basis für Lebensverlust, Manipulation und Fremdbestimmung ist die Trennung von diesem Wissen.

In unserer Gesellschaft erfahren wir diese Trennung durch unsere Erziehung, in der Ausbildung, sogar in der „falschen“ Persönlichkeitsentwicklung, oder durch diverse „Fremdprogrammierungen“.

Die Botschaft einer Krankheit ist immer: Gehe tiefer in dich und erspüre dich!

Ein beachtliches Phänomen erschüttert mich stets aufs Neue: Nämlich, dass viele Menschen sich mit ihrer Beschränkung begnügen. Sie haben sich darin eingerichtet und „genießen“ den „Komfort“ ihrer Bequemlichkeit. Doch wehe ihre Existenz und ihr physischer Körper gerät aus den Fugen, dann weigern sie sich oft, die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Sie schieben die Schuld einfach woanders hin, zu den Eltern, in die Erziehung, oder in die Lebensumstände…Zu guter Letzt sollte es dann ein Arzt wieder richten, ein spiritueller Meister, ein Scheidungsrichter oder ein Vermögensberater. Egal wie irgendein „Lebensarchitekt, oder Baumeister“ soll das zusammengefallene Gerüst von außen neu aufbauen und die Illusion von ihrer Stabilität auffrischen oder erneuern.

Sich selbst auf die Schliche kommen

Wir brauchen uns nichts vormachen, denn diese Haltung ist gefährlich und zugleich ausweglos, weil sie keine wahre Lösung birgt. Dennoch bleiben viele Menschen in dieser Vorstellung hängen.

Einen Menschen, der sich entschieden hat, in seiner eigens kreierten „Strafanstalt“ der Krankheit sitzen zu bleiben, dem ist nicht zu helfen, auch wenn es noch so sehr schmerzt, ihn darin zu erleben.

Er ist zu einem Wesen mutiert, der die bisherige Beschränkung seines Wissens tatsächlich so lukrativ findet, dass er darin verharren und verkümmern will. Das ist wohl die Freiheit des Seins.

Zum anderen sollte jeder, der irgendwann spürt und fühlt, dass es nur darum geht eine Grundentscheidung für sein Leben zu treffen – indem man das Wissen wählt – es unbedingt tun.

Was ist im Leben am schwersten zu erreichen? Sich selbst auf die Schliche zu kommen!

Wilhelm Busch

Um tief in uns Gesundheit zu fühlen, müssen wir uns uns also erinnern, wer wir wirklich sind, und weshalb wir in dieses Leben gekommen sind. Wir müssen uns selbst erforschen. Wir müssen uns auf unseren wahren Ursprung und unser wahres Ziel besinnen, dass wir vielleicht insgeheim unsere Vision nennen, und das immer eins, mit unseren besonderen Fähigkeiten, ist.

Erinnerung – die Besinnung auf die Intuition – ist das Erwachen des Körpers für seine ursprüngliche Bestimmung. Denn damit erleben wir, was wir bisher in unseren Körpern verschlossen hatten.

Erinnerung ist nicht die ewige Versenkung in das Leiden, wie wir es aus unzähligen Therapien kennen, sondern die Öffnung für die echte Freude und Fülle des Lebens!

Heilung ist Rückkehr ins Leben

Der Sinn unserer physischen Existenz ist echte Sinnlichkeit – der Garten Eden – den wir als Menschen vor so langer Zeit verloren haben – und den wir in der Tiefe unserer Sehnsucht – zu allen Zeiten wieder finden wollen.

Heilung ist die Rückkehr in dieses energetische Paradies, das unser Planet und unser menschlicher Körper in Wirklichkeit sind. Wir brauchen Heilung nicht für uns allein. Wir finden sie nur gemeinsam mit allen Menschen und allem Sein, die für dieses Paradies wirken. Dennoch trifft jeder allein die Entscheidung, ob er dazu gehören will.

Das Leben auf der Erde, in diesem Universum, ist eine einmalige Chance. In unserer körperlichen Erinnerung können wir dies jenseits aller Worte erfahren.

„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich dazu, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.“

Henry David Thoreau, (1817-1862)

Alles Liebe und beste Gesundheit wünsche ich dir von Herzen

Deine Doreen

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